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28 Juli 2026
28 Juli 2026
Wie Nauticomm und TEKTELIC die Transparenz von Offshore-Fracht mit LoRaWAN® verbessern


In der Offshore-Logistik ist es entscheidend für einen reibungslosen Lieferablauf und kostspielige Verzögerungen, genau zu wissen, wo sich jede einzelne Cargo Carrying Unit (CCU) befindet – auf welchem ​​Schiff, an welcher Anlage oder auf einer Landbasis.
Körbe, Container, Tanks und Absetzmulden werden ständig zwischen Versorgungsbasen, Transportschiffen und Offshore-Plattformen hin und her bewegt, und jede Übergabe birgt die Gefahr, den Überblick über ein Gut zu verlieren.
Für Öl- und Gasunternehmen, Offshore-Windparkbetreiber, Schiffsbetreiber und Bohranlagenbetreiber ist dieser Sichtbarkeitsverlust kostspielig. Er bedeutet Zeitverlust für Schiffe, verlegte Ausrüstung, stundenlange manuelle Nachbearbeitung und erhöhte Sicherheits- und Compliance-Risiken. Das Problem besteht darin, dass diese Ladeeinheiten weder über Strom noch über ein eigenes Signal verfügen und die normale Mobilfunk- und WLAN-Abdeckung sofort nach dem Verlassen des Kais abbricht.
Nauticom Thailand entwickelte eine speziell auf die Anforderungen von Schiffsoperationen zugeschnittene Lösung zur Offshore-Anlagenverfolgung. Das Unternehmen wählte die LoRaWAN®-Infrastruktur von TEKTELIC als Grundlage für den Einsatz und kombinierte robuste Onboard-Ortungsgeräte, zuverlässige Schiffsverbindungen und seine eigene Echtzeit-Ortungssoftware.
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie das Projekt zustande kam – von der Herausforderung über die Gründe für die Wahl von TEKTELIC bis hin zum Mehrwert, den es bietet.
Die Herausforderung
Offshore-Betreiber müssen einfache Fragen zuverlässig beantworten können:
Welche CCUs befinden sich derzeit auf diesem Schiff? Welche wurden auf der Plattform entladen? Was wartet noch an der Landbasis?
In der Praxis sind diese Fragen schwer zu beantworten, weil:
- Die Anlagen sind stromlos und mobil. CCUs verfügen weder über eigene Stromversorgung noch über eigene Kommunikationssysteme, werden aber dennoch ständig zwischen Schiffen, Anlagen und Stützpunkten transferiert.
- Offshore gibt es keine terrestrische Abdeckung. Mobilfunk und WLAN reichen nicht weit ĂĽber die KĂĽste hinaus, daher muss jedes Ortungssystem auch ohne landseitiges Netzwerk in Reichweite funktionieren.
- Die Anforderungen sind hoch. Salznebel, Vibrationen, Witterungseinflüsse und, auf Öl- und Gasförderanlagen, potenziell explosionsgefährdete Atmosphären schließen die Verwendung von Geräten für Endverbraucher aus und erfordern zertifizierte Ausrüstung.
- Manuelle Prozesse sind nicht skalierbar. Inventuren per Klemmbrett und Funkmeldungen sind langsam, fehleranfällig und liefern kein Echtzeitbild darüber, wo sich die Assets tatsächlich befinden.
Die Lösung
Nauticom entwickelte ein Offshore-Logistik- und Anlagenverfolgungssystem für CCUs (Cargo-Carriering Units) – ein System, das genau für die Bedingungen konzipiert wurde, unter denen herkömmliche Verbindungen versagen.
Die Lösung nutzt den PELICAN von TEKTELIC als Lesegerät auf dem Transportschiff. Jede CCU ist mit einem robusten, batteriebetriebenen Bluetooth®-Asset-Tag ausgestattet, der eine eindeutige ID sendet. Im BLE-Scanmodus erkennt der PELICAN Tags in der Nähe, erfasst deren ID und Signalstärke und sendet die gesammelten Informationen über LoRaWAN®. Dank seines geringen Stromverbrauchs und seiner speziellen Konstruktion für anspruchsvolle Funkumgebungen arbeitet der PELICAN zuverlässig im stahlbelasteten und vibrationsanfälligen Umfeld eines Arbeitsdecks.
Das TEKTELIC KONA Enterprise Gateway empfängt diese Daten und bildet die Grundlage für das schiffsbasierte LoRaWAN®-Netzwerk. Nauticomm entschied sich für das KONA Enterprise, da Offshore-Schiffe zu den anspruchsvollsten Einsatzorten für Gateways zählen und das Gerät speziell dafür entwickelt wurde: Ein vollständig integriertes IP67-Design mit optimierter Steckeranordnung schützt vor Salznebel und eindringendem Wasser, ein integrierter Blitz- und Überspannungsschutz (18 kA) bewahrt vor Blitzeinschlägen, denen exponierte Schiffe und Plattformen ausgesetzt sind, und ein breiter Betriebsbereich mit einer Toleranz von 10–100 % kondensierender Luftfeuchtigkeit bewältigt die ständigen Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen auf See.
Ebenso wichtig ist, dass die integrierten LoRa-, GPS- und Mobilfunkantennen bedeuten, dass keine externen Komponenten korrodieren, sich durch Vibrationen lösen oder im Einsatz ausfallen können. Dadurch lässt sich das System schneller installieren und ist nach der Inbetriebnahme deutlich zuverlässiger. Die gesammelten CCU-Daten werden anschließend über das Satellitenkommunikationssystem von Nauticomm an Land übertragen.
Ihre Vorteile:
Mit dem implementierten System erhielt unser Kunde eine lückenlose, automatisierte Transparenz über seine Ladungseinheiten während des gesamten Transports zwischen Landbasis, Schiff und Offshore-Anlage. Im täglichen Betrieb hilft es dabei:
- Anlagen automatisch und in Echtzeit einsehen — Ersetzen von Klemmbrettinventaren durch Live-Bilder, ohne manuelles Scannen oder Einchecken.
- Bleiben Sie auch jenseits der Küste geschützt.Dort, wo kein Mobilfunkempfang möglich ist, dank LoRaWAN® an Bord und Satelliten-Backhaul zum Festland.
- Verlust und Verlegung von Vermögenswerten reduzieren — und die damit verbundenen Kosten und Verzögerungen.
- Sicher in Gefahrenzonen arbeiten mit zertifizierter Hardware.
- Reduzierung des Zeitaufwands fĂĽr manuelle Abstimmung und Berichtserstellung.
- Skalierung von einem einzelnen Schiff bis hin zu einer kompletten Flotte auf der gleichen Konfiguration, ohne das System neu zu gestalten.
Warum LoRaWAN® und Satelliten für die Offshore-Ortung?
Offshore-Umgebungen stellen besondere Herausforderungen an die Anlagenverfolgung. Ladungstransporteinheiten verfügen oft über keine eigene Stromversorgung, wechseln häufig ihren Standort und operieren weit außerhalb der Reichweite herkömmlicher Kommunikationsnetze.
LoRaWAN® ermöglicht die effiziente Erfassung von Informationen von einer großen Anzahl markierter Objekte ohne kabelgebundene Infrastruktur oder häufigen Batteriewechsel. Gleichzeitig erlaubt die Satellitenverbindung die Übertragung dieser Informationen an Land, selbst wenn Schiffe weitab vom Festland operieren.
Durch die Kombination von LoRaWAN®-Infrastruktur, Satellitenkommunikation und der Softwareplattform von Nauticom erhalten die Betreiber eine zuverlässige Möglichkeit, die Bewegungen von Anlagen entlang der gesamten Offshore-Lieferkette zu überwachen und die Transparenz vom Landstützpunkt bis zur Offshore-Anlage aufrechtzuerhalten.
Fazit
Die Nachverfolgung von Offshore-Anlagen stellt aufgrund eingeschränkter Konnektivität, rauer Umweltbedingungen und des ständigen Transports von Ausrüstung zwischen Schiffen und Offshore-Anlagen besondere Herausforderungen dar. Durch die Kombination der LoRaWAN®-Infrastruktur von TEKTELIC mit Satellitenkommunikation und der Tracking-Plattform von Nauticomm erhalten Betreiber eine praktische und skalierbare Möglichkeit, die Transparenz ihrer Ladungsträger entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.
Die Lösung trägt dazu bei, manuelle Prozesse zu reduzieren, die Anlagenverantwortlichkeit zu verbessern und Teams zeitnah über die Bewegung kritischer Ausrüstung zu informieren. Vor allem aber zeigt sie, wie Offshore-Organisationen die Transparenz ihrer Anlagen weit über die Küstenlinie hinaus erweitern und so die betriebliche Effizienz steigern und bessere Entscheidungen in den Bereichen Schifffahrt, Offshore-Windenergie, Bohrungen sowie Öl und Gas ermöglichen können.
Da Offshore-Operationen immer komplexer werden, bieten Lösungen wie diese eine verlässliche Grundlage für intelligentere Logistik, bessere Anlagennutzung und eine bessere Kontrolle über kritische Ressourcen, wo immer sie eingesetzt werden.
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