Adaptive Datenrate (ADR)
Was ist das?
Adaptive Data Rate (ADR) ist ein Verfahren, das es einem Netzwerkserver ermöglicht, die Datenrate (die tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum erfolgreich übertragenen Daten), die Sendeleistung im Hochfrequenzbereich (RF) (die in ein Signal an ein RF-Gerät eingespeiste Leistung), den Spreizfaktor (wie stark ein Datenbit zeitlich gespreizt wird), die verwendeten Kanäle und die Anzahl der Wiederholungsübertragungen jedes Endgeräts im Netzwerk beim Senden von Uplinks, d. h. von Nachrichten, die von Endgeräten an den Server übertragen werden, individuell zu steuern.
Dieser Mechanismus trägt dazu bei, die Sendezeit (die Zeit, in der ein Signal vom Sender zum Empfänger übertragen wird) und den Energieverbrauch eines Netzwerks zu optimieren, die Batterielebensdauer von Endgeräten zu schonen und Störungen zu verringern.
Wie funktioniert es?
Ein Netzwerkserver ermittelt anhand der Empfangssignalstärke (RSSI) der von einem Endgerät übertragenen Nachrichten dessen Entfernung zum nächstgelegenen Gateway. So kann der Server jedem Endgerät die optimalen Einstellungen zuweisen. Endgeräte in der Nähe von Gateways benötigen beispielsweise einen niedrigeren Spreizfaktor und eine höhere Datenrate. Weiter entfernte Geräte hingegen benötigen einen höheren Spreizfaktor.